Granatapfel, Granatapfelsaft

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Granatapfel, Granatapfelsaft

Der Granatapfel (Punica granatum), umgangssprachlich auch Paradiesapfel genannt, ist ein Großstrauch oder bis 5 Meter hoher Baum, der ursprünglich aus dem mittelasiatischen Raum stammt. Die alten Ägypter brachten den Granatapfel in den Mittelmeerraum, wo er seit dieser Zeit kultiviert wird. Mit den spanischen Kolonialisten gelangte der Granatapfel dann später auch in die Karibik und nach Lateinamerika.
Der Granatapfel, der sowohl in der Bibel als auch im Koran erwähnt wird, steht in vielen Kulturen seit Urzeiten für „ewiges Leben und Fruchtbarkeit“. So symbolisiert er für die Chinesen Fruchtbarkeit und Kinderreichtum, im Orient steht er für Unsterblichkeit, in der christlichen Symbolik steht er seit dem Mittelalter für Macht (Reichsapfel). Die spanische Stadt Granada führt den Granatapfel im Wappen. Und heutzutage schwören Promis wie Kate Moos, Madonna und auch Mick Jager auf die Wirkung der in Granatapfel Direktsaft* enthaltenen Innhaltsstoffe der Frucht des Granatapfels.

Was macht den Granatapfel so wertvoll?

Im Granatapfel und Granatapfelsaft sind folgende medizinisch wirksame Inhaltsstoffen enthalten:

  • Vitamin B1, B2 und C
  • die Minerastoffe Magnesium, Calzium, Phosphor, Kalium und Eisen
  • Sekundäre Pflanzenstoffe, im besonderen Polyphenole
  • Essentielle Fettsäuren (Linolensäuren)

Polyphenole sind Radikalfänger

Über 250 wissenschaftliche Studien der letzten Jahre zeigen, das besonders die Polyphenole als Radikalfänger für die postiven gesundheitliche Wirkung des Granatapfels verantwortlich sind.
Die Alterungsprozesse im Körper, Herz-Kreislauferkrankungen und auch Krebs werden durch aggressive freie Radikale, die oxidativen Stress verursachen, begünstigt. Freie Radikale sind einzelne Sauerstoffatome, die im Körper bei der Sauerstoffverbrennung entstehen mit der starken Neigung sich mit einem anderen Sauerstoffatom zu binden. Binden sie sich mit einem Sauerstoffatom der Zellwände, den Zellkernen oder der DNA verändern sie die Erbinformationen dieser Zellen und schädigen sie auf diese Weise. Antioxidantien wie die Polyphenole verhindern diesen Prozess indem sie sich mit den freien Radikalen zu ungefährlichen Molekülen verbinden und sie auf diese Weise neutralisieren. Da Antioxidantien freie Radikale einfangen werden sie auch als Radikalfänger bezeichnet.

Polyphenole sind wirksam gegen:

  • Zellalterung
  • Chronische Entzündungen
  • Herz- und Kreislauferkrankungen
  • Krebs, besonders Prostatakrebs

Granatapfel gegen chronischen Entzündungen

Bie chronischen Entzündungen wie rheumatoide Arthritis werden viele aggressive freie Radikale freigesetzt. Diese verursachen oxidativen Stress der wiederum die Entzündung  begünstigt. Die Polyphenole des Granatapfels helfen den oxidativen Stress zu vermindern, indem sie die freien Radikale neutralisieren. So führt die Einnahme von Granatapfelsaft zum Abklingen der Entzündung und zur Gesundung.

Granatapfel gegen Herz- Kreislauferkrankungen

Studien haben gezeigt, dass die regelmäßige tägliche Einnahme von 240ml Granatapfel Direktsaft Arteriosklerose verhindern hilft, bzw. diese sogar um bis zu 30% rückgängig macht. Dies führt zu einer verbesserten Durchblutung des Herzmuskels und hilft Angina-Pectoris Vorfälle zu vermeiden. Ablagerungen in der Halsschlagader wurden durch die Einnahme von Granatapfelsaft um bis zu 35% reduziert. Der Blutdruck konnte um bis zu 21% gesenkt werden. Das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden sinkt damit signifikant. Als weiterer Effekt wurde eine positive Wirkung der Granatapfel-Polyphenole auf den Cholesterinwert beobachtet.

Granatapfel gegen Prostatakrebs

In Studien mit Granatapfel-Polyphenolen zeigte sich ein gehemmtes Wachstum von Krebszellen, insbesondere bei Prostatakrebs. So bleib der PSA-Wert bei Prostatakrebspatienten stabil oder sank sogar. Diesen Studien zufolge können Granatapfel-Polyphenole Krebszellen regenerieren und in gesunde Zellen zurück verwandeln bzw. die Krebszellen abtöten.
Vorbeugend gegen Prostatakrebs wirken die Polyphenole indem sie den Östrogenstoffwechsel, der bei der Entstehung von hormonabhängigen Krebsarten eine Rolle spielt, positiv beeinflussen.

Granatapfelprodukte

Der Granatapfel ist eine Apfelgroße Frucht, dessen harte Schale in reifen Zustand orangerot ist. Botanisch gesehen ist der Granatapfel eine Beere. In ihrem Inneren befinden sich durch weißes Fruchtfleisch geschützt die bis zu 400 Samen in Form von kantigen roten Kernen. Herrausgelöst können diese roten süßsauren Samenkerne als Salat, zu Wild anstelle von Preiselbeeren, als Süßspeise oder zu Eis gegessen werden.
Ausgepresst ergibt ein Granatapfel etwa ein halbes Glas an Granatapfelsaft.
Eine Messbare medizinische Wirkung wird erreicht, wenn pro Tag etwa 500mg Granatapfel-Polyphenole genossen werden. Um die Menge der zugeführten Polyphenole kontrollieren zu können, empfiehlt sich die Einnahme eines Granatapfel Direktsaftes* mit Angabe der Inhaltsmenge an Polyphenolen.
Granatapfelhaltiger Grenadine-Sirup verfeinert zwar Getränke oder Cocktails, hat aber keinerlei medizinisch nachweisbare Wirkung.


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Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nicht den fachlichen Rat – eines Arztes, Heilpraktikers oder Therapeuten – ersetzen kann. Der Autor übernimmt nicht die Risiken infolge einer Eigenbehandlung Aufgrund des Artikels.