Roher Kakao

Superfood Roher Kakao
Superfood Roher Kakao

Roher Kakao

Die Heimat des Kakaos ist Südamerika. Die Kakaobohne ist der Samen eines mittelgroßen Tropenbaumes mit botanischem Namen Theobroma cacao. Ein erster Anbau des Kakaobaumes ist in Mittelamerika seit ca 1000 vor Christus nachgewiesen.
Den Mayas und Azteken war der Kakaobaum heilig und Kakao galt als Nahrung der Götter. Kakaobohnen galten als Zahlungsmittel. Aus den rohen Kakaobohnen* bereiteten die Azteken einen herben Gewürztrank.
1519 kam der Kakao erstmals nach Europa als er von den Spaniern aus Mexiko mitgebracht wurde.
Ab dem 17. Jahrhundert wird Kakao in Ecuador, Venezuela und Brasilien mit dem Ziel ihn nach Europa zu exportieren angebaut.


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Heute wird Kakao in den Tropengebieten Südostasiens, Afrikas und Amerikas zwichen dem 20. Grad nördlicher und südlicher Breite angebaut. Der Kakaobaum ist ein mittelgroßer Urwaldbaum. Er wird meist 4-6m, in der Spitze auch bis 15m groß. Er benötigt hohe Temperaturen und häufige Niederschläge. Als mittelgroßer Baum bevorzugt er den Halbschatten großer Bäume. So wird er heute in Plantagen zusammen mit Schatten spendenden Kokospalmen, Bananen, Kautschuk, Avocado oder Mangobäumen gepflanzt.

Der Kakaobaum kann ganzjährige blühen. Besteubt wird die Blüte nicht von Bienen, sondern von einer kleinen Mücke. Da diese nicht so effektiv bestäubt, wie Bienen das könnten, werden nur etwa 5% der Blüten bestäubt und kommen zur Reife.
Die reife Kakaoschote ist bis zu 30cm lang und 500 Gramm schwer. Sie enthält von weißem Fruchfleisch ummantelt 30-50 weiße weiche Kakaobohnen.

Traditionell werden die Schoten mit der Machete geöffnet und zum Trocknen und Fermentieren bis zu 10 Tage auf Bananenblätter in die Sonne gelegt. Bei diesem Prozess beginnt das Fruchtfleich bei 40°-50°C zu gähren. Die Kakaobohne verliert bis zu 50% an Gewicht und einen großen Teil ihrer Bitterstoffe. Außerdem wird sie bei der Fermentierung hart und braun. In Säcken verpackt kommen die Kakaobohnen in diesem Zustand in den Export.

Exportiert werden hauptsächlich drei wichtige Kakaosorten:

  • Die Sorte Criollo ist die älteste Kakaosorte und kommt hauptsächlich aus Venezuela (Ocumare), sie gilt als die feinste Sorte mit dem intensivsten Aroma
  • Die Sorte Forastero wurde aus der Criollo gezüchtet und heute hauptsächlich in Brasilien angebaut (Bahia)
  • Die Sorte Trinitario ist eine Hybride aus Criollo u. Forastero (Carupano)

In der Weiterverarbeitung werden die Kakaobohnen 10-35 Minuten bei 100°-160° geröstet und anschließend unter Dampfdruck bei 130°C entkeimt und debackterisiert. Die Bohnen werden maschinell geschält, gemahlen und dann gepresst. Durch das Pressen erhält man den Presskuchen, der zu Kakao gemahlen wird und die Kakaobutter. Beides wird bei der Weiterverarbeitung zur Schokolade verwandt. Aus Kakao wird zusammen mit Zucker und Vanille Bitterschokolade. Für Milchschokolade wird neben Kakao, Zucker und Vanille noch Milch und oft gemahlene Haselnüsse zugegeben. Für weiße Schokolade wird die Kakaobutter, Milch, Zucker und Vanille verwendet.

Bei dem traditionellen Verarbeitungsprozess der Kakaobohnen, bei dem die Bohnen bei der Fermentierung und vor allem bei der späteren Röstung, stark erhitzt werden, gehen viele der wertvollen Inhaltsstoffe des Kakao verloren. Die vollständigen gesunden Inhaltsstoffe des Kakao sind daher nur in Rohkakao vorhanden. Rohkakao wird nur kurz unter Aufsicht und ständigem wenden fermentiert. Hierbei wird streng darauf geachtet die Kakaobohnen nicht über 42°C zu erwärmen. Unter 42°C bleiben alle Inhaltstoffe und Enzyme erhalten und der Kakao erhält seinen intensiven schokoladigen Geschmack. Im Kakao enthaltene gesundheitsschädliche Stoffe werden während der Fermentation abgebaut.

Roher Kakao enthält folgende Inhaltstoffe:

  • 54% Kakaobutter
  • 11,5% Eiweiß
  • 9% Cellulose
  • 7,5% Stärke
  • 6% Gerbstoffe (z.B. Tannin)
  • 5% Wasser
  • 2,6% Mineralstoffe und Salze
  • 2% organische Säuren und Geschmackstoffe
  • 1,2% Theobromin
  • 1% Zucker
  • 0,2 Koffein

Darüber hinaus enthält Roher Kakao etwa 300 wirksame Substanzen:

  • Anandamid
  • Arginin
  • Dopamin (Neurotransmitter)
  • Epicatechin (Antioxidantien)
  • Histamin
  • Magnesium
  • Serotonin (Neurotransmitter)
  • Tryptophan (vorstufe Serotonin)
  • Phenylethylamin (PEA)
  • Polyphenole (Antioxidantien)
  • Tyramin
  • Salsonilol
  • Flavonoide

Roher Kakao enthält viel Magnesium
Rohkakao ist der gehaltreichste Magnesium Lieferant aller Pflanzen. Der hohe Magnesium Gehalt verbessert die Energieversorgung der Muskulatur und steigert die Gehirnleistung. Magnesium ist für einen gesunden Knochenaufbau unerlässlich. Magnesium wirkt Blutdrucksenkend und hilft Herzinfarkte vorzubeugen.

Roher Kakao hat einen hohen CalciumGehalt
Rohkakao enthält 160mg Calcium pro 100gr. Zusammen mit Magnesium ist Calcium für einen gesunden starken Knochenbau und gesunde Zähne essentiell. Der Körper benötigt Calcium für die Muskelkontraktion, für die Übertragung der Nervenimpulse sowie für die Blutgerinnung

Roher Kakao ist reich an Eisen
Rohkakao enthält 7,3mg Eisen pro 100gr. Roher Kakao liefert damit doppelt so viel Eisen wie Spinat. Dieses Eisen kann vom Körper in Kombination mit Vitamin C haltigen Lebensmitteln (Orangen, Kiwis, Paprika, Camu Beere) besonders gut verwertet werden.

Roher Kakao enthält Glücksbotenstoffe
Die Glücksbotenstoffe Thebromin, Serotonin und Dopamin haben eine Stimmungsaufhellende Wirkung. Sie sorgen im Gehirn für die Ausschüttung von Neurotransmittern. Diese helfen Stress zu reduzieren und sorgen für Entspannung. Glücksbotenstoffe sorgen somit für Glücksgefühle.

Flavonoide sind wirksame Antioxidantien
Roher Kakao hat antioxidative Eigenschaften. Flavonoide bekämpfen frei Radikale und verhindern Entstehung verschiedener Krebsarten. Flavonoide verbessern den Stoffwechsel und haben damit eine Gesundheitsfördernde Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem. Flavonoide wirken vorbeugend gegen Ablagerungen in den Gefäßen und Arterienverkalkung. Schokolade mit mind. 70% Rohem Kakao wirkt wie Aspirin und vermindert das Verklumpungsrisiko der Blutplättchen. Roher Kakao wirkt somit Blutdrucksenkend und vermindern das Risiko von Hirnschlag und Herzinfarkt. Die im rohen Kakao enthaltenen Flavonoide wirken positiv auf das Nervensystem, das Imunsystem sowie auf das lymphatische und hormonelle System.
Flavonoide verbessern die Insulinempfindlichkeit.
Flavonoide sorgen für eine gesunde Hautfunktion und verzögern die Hautalterung.
Bei älteren Menschen stärken Flavonoide die kognitiven Fähigkeiten und verbessern die Konzentrationfähigkeit.

Roher Kakao enthält ungesättigte Fettsäuren
Ungesättigte Fettsäuren gehören zu den essentiellen Fettsäuren und müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden. Rohkakao enthält Ölsäure. Essentiell Fettsäurenhelfen das gute HDL Cholesterin zu erhöhen, das schlechte LDL Choesterin wird gesenkt. Roher Kako hilft auch auf diese Weise das Herzinfarktrisiko zu senken.

Rohkakao regt Magen und Darm an und wirkt Verdauungsfördernd.

Roher Kakao in der Ernährung
Roher Kakao wird im Handel als ganze Kakaobohne, als Roh Kakaonibs, das sind 2-3mm große gebrochene Bohnestückchen, oder als Rohkakaopulver angeboten. Rohkakao schmeckt intensiv herb nach dunkler Bitterschokolade. Rohkakaobohnen* können als ganze Bohne wie Schokolade genossen werden oder mit der Mühle zu Kakaonibs oder Pulver zermahlen werden. Roh Kakaonibs* können über Joghurt- und Quarkdesserts gestreut oder mit Müsli gegessen werden. Mit Rohkakaopulver* können Milchshakes, Schokoladenpudding oder Smoothies verfeinert werden. Manchen schmecken auch mit Kakaopulver gewürzte Tees.
Für Schokoladenfreunde wird roher Kakao auch als herbe Roh Schokolade* angeboten.


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Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nicht den fachlichen Rat – eines Arztes, Heilpraktikers oder Therapeuten – ersetzen kann. Der Autor übernimmt nicht die Risiken infolge einer Eigenbehandlung Aufgrund des Artikels.